Vorwort

Gemeinsam auf der Spur

Wallfahrt – ein Wort, das wir heute eher selten hören. Ministranten sind da natürlich „Fachleute“. Bestimmt waren viele von euch mit ihren Minis bei der Romwallfahrt der deutschen Ministranten in Rom 2014 dabei.
Aber was ist eigentlich wichtig für eine Wallfahrt? Ich würde sagen: das Ziel! In mir muss es den Wunsch geben, mich zu diesem Ziel auf den Weg zu machen. Dabei geht es nicht um einen Urlaub oder Ausflug, sondern um die Begegnung mit Gott. Der Weg zum Wallfahrtsort kann mich auf diese Begegnung vorbereiten – ich kann mich innerlich sammeln.
Neben einer Wallfahrt zu einem konkreten Ort sind wir als Christen unser gesamtes Leben lang unterwegs. Wir sind auf dieser Welt nur zu Gast. Unser eigentliches Zuhause ist bei Gott. Vielleicht könnt ihr, wenn ihr euch einen Augenblick der Ruhe nehmt, die Sehnsucht nach diesem besonderen „Wallfahrtsziel“ spüren. Den Wunsch, bedingungslos geliebt zu werden, das kann nur Gott erfüllen. Viele suchen sich eine andere Lösung für diese Sehnsucht: Geld, Fernsehen oder Essen ... Damit das nicht passiert, ist es gut, wenn man gemeinsam unterwegs ist. Die Gemeinschaft der Minis, die ihr als Verantwortliche mitgestaltet, kann dabei helfen, „auf der Spur“ zu bleiben und unser endgültiges Ziel zu finden: die ewige Gemeinschaft mit Gott selbst.

Andrea Koob,
Referentin für Ministrantenpastoral im Bistum Fulda